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Thema: Staphylokokken beim Säugling

  1. #1
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    Standard Staphylokokken beim Säugling

    Hallo Dr. Hadshiew,

    unser Sohn ist 6 Monate alt und hatte wahrscheinlich ab dem 3. LM Milchschorf (wurde nicht diagnostiziert). Die Kopfhaut war sehr entzündet, es hat ihn sehr gejuckt, er hat sich viel gekratzt und es sind kleine Wunden entstanden in die Bakterien reingegangen sind.
    Vor 1 Monat waren wir beim Dermatologen einen Abstrich machen lassen, das Ergebnis war 10.000/ml Pseudomonaten, 10.000/ml Pantoea und 1000/ml Staphylokokken. Er bekam für 4 Tage Antibiotika Infectogenta Creme 0,1%, dadurch sind die ersten zwei Keime verschwunden, die Staphylokokken sind aber in gleicher Zahl geblieben.
    Daraufhin hat der Arzt Prednitop-Alfason Creme für 7 Tage verschrieben, damit die Kopfhaut heilt. Das ist nun geschehen, aktuell sieht die Kopfhaut gut aus.
    Jetzt ist es aber so, dass sich unser Sohn seit dem wir die Creme abgesetzt haben (2 Tage) wieder vermehrt am Kopf kratzt, mitlerweile kratzt er aber auch überall, ob das nun mein Arm, eine Decke, die Matratze oder sonst ein Gegenstand ist. Wenn er während dem Schlafen aufwacht, kratzt er sich aber sehr oft am Kopf, tagsüber sporadisch.

    Nun haben sich, es sieht aus wie 4 kleine Furunkel, auf seinem Kopf gebildet. Wie gefährlich können diese sein/werden? Würde es helfen sein Imunsystem irgendwie zu stärken? Wenn ja, wie? Wenn die Furunkel von selbst aufplatzen und der Eiter sich verteilt, verheilen diese einfach oder ist das auf dem Kopf etwas anderes als bspw. am Bein?

    Meine weiteren Fragen sind: 1. Es ist ja wohl so, dass Staphylokokken überall sind - sind denn 1000/ml Staphlokokken auf der Kopfhaut durchschnittlich viel?
    2. Ist es normal, dass der Kopf davon juckt? (auch ohne Wunden)
    3. Was können wir gegen den Juckreiz machen? (Aktuell benutzen wir Kokosöl)
    4. Ist es sinnvoll weiter gegen die Staphylokokken vorzugehen, wenn ja, wie? (hygienische Maßnahmen, Medikamente..?)
    5. Ist eine Wiederansteckung nicht sehr hoch, da sie vll ja auch in Nasen und Rachenraum und auf uns sitzen?
    6. Wie bedrohlich können die Staphylokokken für unseren Sohn werden? Kommen diese durch kleine Wunden wie durch Kratzen nicht auch in die Blutlaufbahn?

    Herzlichen Dank im voraus für das Beantworten unserer Fragen, wir machen uns sehr viel Sorgen da wir von unserem Arzt bisher keine klaren Antworten bekommen haben.
    Geändert von Hannah (16.06.2019 um 18:10 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Guten Tag! Eigentlich hatte ich schon vor einiger Zeit auf Ihre Nachricht, als E-Mail, geantwortet aber da ich die Frage hier noch mal sehe, hier noch mal die Antwort:
    Bei Kleinen Kindern sind trockene Haut und Ekzeme der Kopfhaut sehr häufig! Diese verursachen Juckreiz, und man kratzt dann! Hierüber können die Bakterien, die jeder auf der Haut hat, sich leider ausbreiten! Die beste Therapie ist, zu vermeiden, dass die Haut überhaupt trocken wird und sich entzündet! Daher ist es sinnvoll, die Haut konsequent zu pflegen! Sinnvoll ist es zum Beispiel schon beim Duschen Duschöl oder Badeöl zu verwenden! Auch hinterher kann man die Kopfhaut zum Beispiel mit Olivenöl pflegen! Als Shampoo sollten nur ganz milde Schampoos verwendet werden! Auch an der Kopfhaut können Cremes verwendet werden, in Abhängigkeit von der Menge der Haare! Möglich ist zum Beispiel die Verwendung von Dexeryl oder bei milden Ekzemen Advantan Lotio (Verschreibungspflichtig)!
    Antibiotikahaltige Cremes sind nicht so sinnvoll, da sie auch die normale Haut Flora stören! Nicht die Staphylokokken der Kopfhaut verursachen den Juckreiz, sondern das Ekzem! Sollte dieser gerade sehr stark sein, kann man auch bei kleinen Kinder zum Beispiel Fenistil Tropfen gegen den Juckreiz einsetzen! Gute Besserung, Ihre Dr. Hadshiew

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