Frau Dr. Herold aus dem Fachkrankenhaus Friedensburg referierte über Neurodermitis, die „Krankheit mit vielen Gesichtern“. Diese tritt häufig in Verbindung mit Asthma bronchiale oder Heuschnupfen auf. Allergien wie Heuschnupfen treten auf, wenn das körpereigene Immunsystem eine Fehlfunktion aufweist die dazu führt, dass der Körper Stoffe, die eigentlich völlig harmlos sind, grundlos abwehrt. Letztendlich kann die Haut die Stelle sein, an der diese Störung sichtbar wird, zum Beispiel in Form von Neurodermitis. Jedoch ist die Haut nicht die Stelle, die das Problem verursacht.

Zeigt ein Kind allergische Reaktionen ist es sinnvoll, diese frühzeitig zu behandeln. Dazu ist es jedoch nötig, die Warnsignale des Körpers zu verstehen und diese nicht sofort zu unterdrücken, da man nur auf diese Weise erkennen kann, auf welche Stoffe der Körper reagiert. An erster Stelle muss daher das Auffinden von Provokationsfaktoren stehen, weswegen unbedingt ein ausführliches Beschwerdeprotokoll angelegt werden sollte, indem all jene Stoffe aufgeführt sind, die für die Reaktion verantwortlich sein könnten.

Steht man vor der Frage, ob das eigene Kind unter Neurodermitis leidet, können drei Kriterien oft darüber Aufschluss geben. So haben Kinder mit Neurodermitis meist gealterte Hände, eine doppelte Unterlidfalte und Augenbrauen, die nur halb so lang sind wie üblich. Leiden beide Elternteile an Neurodermitis, beträgt die Wahrscheinlichkeit die Veranlagung für die Krankheit an das Kind zu vererben bei 60-80%.